beat sterchi

Friedrich Dürrenmatt - Weltautor und Berner

„MEITSCHI,
WAS
IST DORT
DRÜBEN
LOS-
GEWESEN?“
ODER
„HOCH LEBE
DER FRIDU!“

_________


FRIEDRICH
DÜRRENMATT,
WELTAUTOR
UND
BERNER


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Er sei kein Kommunist, sondern Berner. Friedrich Dürrenmatt, Gross-Schriftsteller, Maler, Weltautor, geboren in Konolfingen im Emmental, Bürger von Guggisberg. Ich bin gerne Berner, sagt er an einer anderen Stelle. Und der Berner Friedrich Dürrenmatt liebte es, über das All und das Nichts zu reden. Auch über die Sterne, über die Verlorenheit des Menschen im Universum. In seinem Arbeitsraum gewährte er Besuchern und Gästen einen ehrfürchtigen Blick durchs Teleskop. Man kam von weit her, um ihm zuzuhören, um sein grenzenloses Wissen ebenso wie seinen endlos langen Schreibtisch zu bewundern. Friedrich Dürrenmatt kannte sich aus in den entferntesten, unbekanntesten Konstellationen. Seine Besucher erzählten und schrieben auch unermüdlich von dem grossen Dichter, der eigentlich kein Dichter sein wollte, der dieses Wort sogar hasste, der sich Stückeschreiber und Schriftsteller nannte, eigentlich aber ein Denker und ein eifriger Maler war, ein grosser Geist und unter den Sternen zu Hause. Jedoch nicht alle Dürrenmattschen Bilder und Gleich-nisse fielen vom Himmel. Manchmal inspirierte ihn die Milchstrasse, manchmal die Milchwirtschaft. Siehe Güllen, siehe Herkules und der Stall des Augias. Nennt er nicht Kühe beim Namen und hat eine Ahnung von der Mühe mit dem Mist? Später, viel später, genügt ihm in Durcheinandertal zum Bild sogar verschüttete Milch auf der Strasse. Von seinem Arbeitszimmer aus sah er die Sterne, doch betrachtete er die Alpen und ihre Vorberge, so vermochte er auch den Kirchturm von Guggisberg zu sehen, berichtet er. Ob es stimmt? Erwiesen ist: Friedrich Dürrenmatt sah weit hinaus ins All, tief hinein in die Geschichte unseres Planeten, aber den Kirchturm von Guggis-berg, den verlor er nie aus den Augen.



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Nur Schweine fressen alles



Gemälde: Chaim Soutine


Es ist noch nicht lange her, da setzten sich in einem Cafe zwei junge Frauen an meinen Nebentisch. Sie redeten über dies und das, über Diät und Gesundheit, schliesslich hielt eine der jungen Frauen voller Empörung folgenden Exkurs:


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Auf einem Hoger im Emmental




Das Emmental ist eine Hügellandschaft. Seine Erhebungen sind zahme Bergzüge. Es gibt Alpweiden, Eggen, Chäpfe, Chnubel und Hubel. Oder einfach Höger. Einer dieser unzähligen Höger war mein Ziel.
Ich bestieg einen Hoger auf der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Luzern. Dort wo der Weg genau der Grenze entlang führte, ging ich also auch der Konfessionsgrenze entlang. Mit dem linken Schuh auf katholischem, mit dem rechten Schuh auf protestantischem Boden.

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1968 - 2008








Altachtundsechziger

Drei Porträts erschienen in MONETA der Zeitung für den alternativen Umgang mit Geld
 


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vom Reden reden











Randständiges

Notizen zum Spannungsverhältnis zwischen der Standardsprache Hochdeutsch und den deutschschweizer Dialekten.
Erschienen in TEXT+KRITIK , Zeitschrift für Literatur 
Sonderband: Literatur in der Schweiz

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Die Schweiz Land von Emigranten


Lewis Hine: Immigranten Ellis Island, New York, 1905











Pioniere, Söldner, Knechte, Zuckerbäcker.
Schweizer und Schweizerinnen als Emigranten.
Ein kleiner historischer Überblick von Beat Sterchi

Auf Spanisch erschienen in: Suiza y la migración. Una mirada desde España, imagine ediciónes, Madrid, 2004


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Alte Meister










Noch heute bewundere ich, wie mein Vater sein Handwerk zum Sinn seines Lebens machte. Ein Nachruf auf den Metzgerstand.
Erschienen in NZZ Folio 7/05

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Leben im Kern von Bern










Essay über die Berner Altstadt 2007 erschienen im Buch
 
BERN WEST  50 Jahre Hochausleben

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Der Volksschriftsteller

Schwind schwand verschwunden? 












Suchbilder zum Volksschriftsteller
von Beat Sterchi

Erschienen in
Passagen/Passages 42
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Der Hund als Held



Barry der Bernhardiner
Von Beat Sterchi

Erschienen in Passagen/Passages 

Nummer 32 Sommer 2002

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Die Freiburger Kuh














Essay über das erste Grounding eines Schweizerischen Nationalsymbols lange vor der Swissair.
Allerdings wird inzwischen vermutet, dass von Emmigranten ausgeführte Freiburger Rinder in Chile ziemlich reinrassig überlebt haben könnten. 

Erschienen in BCU info Freiburg
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Gotthelf: Ein Mann, ein Wort, eine Industrie.



Albert Bitzius im Gotthelfjahr 2004

Erschienen in "Der kleine Bund" SAMSTAG, 9. OKTOBER 2004

1. Gotthelfindustrie

Man mag es beklagen oder begrüssen: Die Gotthelfindustrie prosperiert. Gotthelf sells. Zweifellos haben dazu die Hörspiele in den Fünfzigerjahren eine solide Basis geschaffen. Wer die Radiozeit noch erlebt hat, erinnert sich. Die Filme haben diese Ausgangslage noch gestärkt. Man braucht nicht viel von Marketing zu verstehen, um in Gotthelf eine hervorragendes Label zu erkennen. Sicher befinden sich da einmal nicht die 20-30 Jährigen in der Hauptzielgruppe, aber für die gesetzteren Generationen signalisiert der Name „Gotthelf“ eine ganze Reihe von sehr geachteten Qualitäten. Und zwar so eindeutig und klar, dass nicht nur das Gewerbe - von Gastwirten bis zu den Produzenten von Käse, Würsten, Bretzeli und anderen Köstlichkeiten - gerne mit ihm wirbt und damit für Tradition, Bodenständigkeit, Ehrlichkeit, Echtheit und Naturverbundenheit zu bürgen hofft.




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Schund und Scheibenkleister


 



Versuch über das Authentische von Beat Sterchi

Manchmal stellt sich beim Lesen, beim Kennenlernen einer Figur oder einer Geschichte sofortiges Vertrauen ein: Was ich hier lese stimmt. Man weiss zwar nicht recht warum, doch man fühlt, spürt, versteht, dass dieser beschriebene Mensch so funktioniert, dass er dies oder jenes tut und tun muss. Man glaubt.
Natürlich gibt es auch die berühmte Willigkeit, darauf zu verzichten, das Gelesene nicht zu glauben. Suspension of disbelief, heisst der angelsächsische Fachausdruck. Dazu muss man aber zum vorneherein auf Grund grosser Bewunderung oder durch fundierten Respekt bereit sein. Die einen glauben deshalb ihrem bevorzugten Krimiautoren oder ihrer bevorzugten Abenteuerautorin vorbehaltlos jede noch so unwahrscheinliche Zufälligkeit, jede noch so haarsträubende Wendung in der Entfaltung einer schon von Anfang gesuchten oder erzwungenen Geschichte; andere stehen einem Shakespeare zu, zwecks Darstellung einer abstrakten oder höheren poetischen Realität, auch einmal eine Ungereimtheit betreffend Ort und Zeit oder Kontinuität stehen lassen zu dürfen.
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Wir und die Welt


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