beat sterchi

Luzern, 27. August 1998

 Ein weit ausgreifendes, nirgends abgestütztes Himmeldach darunter ein grosser Platz, viel Raum zwischen Schiffsanlegestelle und Bahnhof bei dem man gar nicht bemerkt, dass man beschützt unter einem künstlichen Himmel steht.
Aber auch in Luzern gibt es Orte, an welchen man sich als Mensch weder geborgen, noch beschützt noch geachtet fühlt. Will man nämlich vor dem Betreten eines Cafés - zum Beispiel im Hotel Schiller – auf der anderen Stassenseite noch eine Zeitung besorgen, so kann da nicht einfach ein als solcher konzipierter und gebauter Platz überquert werden, nein, man muss sich quer über eine Kreuzung kämpfen, was durchaus bedeuten kann, dass man hin und zurück 4 Verkehrsströme überwinden, unter Umständen viermals längere Zeit an einem hässlichen Strassenrand im Lärm der Beschleunigung auf ein nur sehr langsam wechselndes Ampellicht warten muss.






< bersicht