beat sterchi

Den Meister persönlich gekannt

Ferdinand Hodler. Biographische Erinnerungen

Herausgegeben von Beat Sterchi und Cornelia Luchsinger
Mit einem Vorwort von Cornelia Luchsinger und einem Nachwort von Beat Sterchi

Leinenband mit Schutzumschlag
192 Seiten, 12 sw Abbildungen

14 cm x 21 cm

978-3-85881-156-1

CHF 39.00 | € 23.36 (€ 25.00)

Texte von: Cuno Amiet, Guillaume Apollinaire, Charlotte Berend-Corinth, Stéphanie Guerzoni, Hermann Kesser, Ernst Linck, C.A. Loosli, Koloman Moser, Willy Russ, Adolf Schaer-Ris, P. Schmuziger, Félix Vallotton, Maria Waser, Fritz Widmann, Johannes Widmer
Mit einer Biografie von Konrad Farner

Ferdinand Hodler war der Grosszügige, der, seine Herkunft nie vergessend, Arme auf der Strasse und notleidende Künstlerkollegen unterstützte. Der Gesellige, der im Atelier in den Arbeitspausen seine Modelle mit Handorgelmusik unterhielt und ausgelassene Feste ausrichtete. Der Bewunderer schöner Frauen, denen er ungestüm und mit überraschenden Vorschlägen den Hof machte. Der Lehrer, der sein Wissen jungen Künstlerinnen und Künstlern weitergab. Der Maler, der Bilder, die ihm nicht mehr gefielen, mit Fusstritten traktierte. Der Neugierige, der mit Urteilen über Malerkollegen und -zeitgenossen nicht zurückhielt – über Pablo Picasso: «Ein drolliger Schwärmer, Erfinder des Kubismus! Eine Theorie sonder Sinn und Geist.» Über Albert Anker: ein Maler von «Bernereien». Und der Berner, der Genf zu seiner Heimat machte.

«Dieses schön gemachte Buch hätte Hodler gewiss nicht verschmäht.» Benedikt Erenz, Die Zeit

«Der Band zeigt den liebevollen Menschen, den manchmal ruppigen, der seine Weichheit verbirgt. Nicht den vermeintlichen Kraftmeier also, sondern den nachdenklichen und witzigen, gar übermütigen Künstler. Wichtig in dem Band sind jene Texte, welche den Künstler, seine Ästhetik und seine Verfahren näher bringen.» Konrad Tobler, Berner Zeitung

«Die ausgezeichnete Sammlung von Zeitgenossenberichten rückt so manches Vorurteil zurecht.» Irene Widmer, Der Zürcher Oberländer

«Es ist ein hübsches Lesebuch geworden, das die Neugierde des Lesers befriedigt, umfassend bei Konrad Farner und Vallotton etwa, überall mit erhellenden Schlaglichtern, mit Anekdotischem auch. Man kann sich anhand dieser Texte einem grossen, gestaltmächtigen Menschen auf ungezwungene Art nähern, einem Naturbeherrscher, der sich der Unzulänglichkeit des Menschen immer bewusst geblieben ist.» Angelika Maass, Der Landbote

Ferdinand Hodler (1853–1918), Lehre beim Vedutenmaler Ferdinand Sommer in Thun, Malklasse von Barthélemy Menn an der Genfer Kunst­akademie. 1874 erster Preis beim Concours Calame mit Waldinneres. 1881 Mitarbeit am Bourbaki-Panoramabild von Edouard Castres in Luzern. 1887 erste Einzelausstellung im Kunstmuseum Bern. 1891 Mitgliedschaft beim französischen Künstlerverband. Bei der Schweizer Landesausstellung 1896 in Genf schmücken Figuren von Hodler den Eingang zum Palais des Beaux-Arts. 1900 erhält er mit Der Tag, Die Nacht, Eurhythmie die Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Hodler schliesst sich der Sezession in Wien und Berlin an. 1904 ist er Ehrengast der XIX. Ausstellung der Wiener Sezession. 1911 Emission von Schweizer Banknoten mit Abbildungen der Werke Der Mäher und Der Holzfäller. 1916 erhält Hodler die Ehrenprofessur der Kunstakademie Genf und 1917 organisiert das Kunsthaus Zürich eine umfassende Retrospektive.



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