beat sterchi

Neu: Der Roman Blösch als Hörbuch

Antworten auf häufig von Studierenden gestellte Fragen zum Roman „Blösch“.


1. Was bewog Sie dazu, dieses Buch zu schreiben?

Eine Regel der Literatur besagt, dass man über etwas schreiben soll, das man besser als andere kennt. Auf Grund meiner Herkunft und meiner Erfahrungen, sah ich mich geradezu verpflichtet, mich diesen Themen anzunehmen.

2. Wie lange brauchten Sie, um „Blösch“ zu schreiben?

Das Vorhaben und der Plan reiften über mehrere Jahre. Die eigentliche Schreibzeit dauerte mit langen Unterbrüchen etwa drei Jahre.

3. Die Schlachthof-Szenen haben mich recht geschockt; ich bin froh, Vegetarierin zu sein! Was wollten Sie mit diesen brutalen Szenen bewirken?

Wer Fleisch isst, darf auch wissen, woher es kommt. Ich wollte die verdrängten Vorgänge "hinter dem hohen Zaun am Rande der schönen Stadt" der Literatur zuführen. Ich wollte nicht schockieren, nur festhalten, wie es ist.


4. Über welche Themen schreiben Sie am meisten; welche kommen immer wieder in Ihren Büchern vor?

Man schreibt eigentlich nicht über Themen. Aber bei „Blösch“ interessierte mich die Arbeitswelt, die Entfremdung, die Gerechtigkeit. Wie kommt es zum Beispiel, dass jemand studieren kann und jemand muss eine gesellschaftlich zwar notwendige, aber unangenehme Arbeit verrichten, die ihm keine Freude bereitet?

4. Sind Sie im Moment wieder an einem neuen Buch?

Ich schreibe gegenwärtig vorwiegend Texte für die Bühne, für das Radio und für meine Auftritte im Rahmen von Spoken- Word-Veranstaltungen mit „Bern ist überall“ und „Bitzius“.

Noch eine Frage?

Ja. Warum schlagen die Knuchelkinder ihre Köpfe an die Wand?

„Das Kopfschauckeln in der Einschlafphase, gelegentlich gesteigert bis zum Schlagen mit dem Kopf an die Bettwand oder das Schaukeln des ganzen Körpers während längeren Abschnitten des Nachtschlafes, rechnet man zu den sogenannten Leerlaufhandlungen oder Automatismen (Jactatio capitis). Das Symptom als solches ist grundsätzlich harmlos und entspricht wahrscheinlich einer Tendenz zur Eigenstimulation, oft mit lustbetontem Charakter.“

Prof. Dr. Reinhart Lempp, Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik, Tübingen




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