13. August 2026
Sonnenfinsternis
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13. 08. 2026. Das Bild ist nicht perfekt, ich weiss. Ich habe es gemacht, obschon Experten empfahlen, sich auf den Moment zu konzentrieren, anstatt mit Kameras rumzumachen. Und ich habe es gemacht, ohne durch den Sucher zu schauen. Auch davor wurde gewarnt. Aber die totale Finsternis dauerte etwa eineinhalb Minuten und es war wirklich dunkel und so schnell werden wir diesen goldenen Ring nicht vergessen. Es war ein ausserordentliches, aber in seiner Langsamkeit ein sehr gediegenes Schauspiel. Wir sahen es genau dort, wo wir von unserem Garten aus schon unzählige Sonnenuntergänge bewundert haben. Aber gestern ging die Sonne noch teilweise verdeckt unter, auch das konnten wir dank den schwarzen Brillen sehen. Sie versank hinter den Hügelketten von Teruel im sogenannten leeren Spanien und es wurde ein zweites Mal dunkel an diesem ausserordentlichen Tag, der sich erst in mehr als 100 Jahren wiederholen wird.
Was für ein Geschenk des Universums, dieser Tanz von Mond, Sonne und Erde! mailte heute ein Freund.
Recht hat er.
03. 08. 2026
Beim Lesen der Zeitung.
Gestern las ich in El Pais einen Artikel zur Frage, warum wir Menschen schlafen.
Der Artikel erschien in einer Serie, die sich um noch unbeantwortete Fragen kümmert. Eigentlich hätte ich also wissen müssen, dass ich wenig Neues erfahren und ich einmal mehr enttäuscht sein würde von einem wenig inspirierten Artikel, den die KI auch hingekriegt hätte. Auf einer ganzen Zeitungsseite wurde brav der bestehende Wissensstand zusammenfasst indem ein paar Expertinnen zitiert und ein paar Buchtitel erwähnt wurden. Aber es bleibt dabei: Wir wissen nicht wirklich, warum wir schlafen, wohl aber, dass es ohne nicht geht.
Wirklich mitgenommen habe ich von dem Artikel nur etwas zum Schlaf der Pferde.
Weil Pferde mit einem starken Fluchtinstinkt ausgestattet sind - was sie übrigens grundlegend von den Eseln unterscheidet - haben sie aus Sicherheitsgründen das Schlafen im Stehen erfunden. Gut möglich, dass es noch andere, ähnliche Besonderheiten gibt. Zum Beispiel im Flug schlafende Mauersegler. Ich dachte aber an die vielen Zug- und Ackerpferde, denen ich in meiner Kindheit noch begegnet bin. Diese zum Teil tonnenschweren Kaltblütler zehrten in die Jahre gekommen von dieser Fähigkeit, im Stehen zu schlafen – immerhin auf vier Beinen - und zwar aus Angst, sie könnten, wenn sie sich hinlegten, nicht mehr aufstehen.